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Modernes Schulhaus

Mit Weitblick ein modernes, großes Schulhaus: Die Pestalozzischule

Der 1909 ausgeschriebene Wettbewerb verlangte für das neue Schulhaus 12 Lehrsäle mit je rund 70 qm und 2 Lehrerzimmer mit je 25 qm auf zwei Geschosse verteilt. Im Dachgeschoß sollten 2 Räume für Handarbeitsunterricht sowie eine Bibliothek und ein Lehrmittelzimmer untergebracht werden. Das ganze Gebäude war zu unterkellern. Im Keller waren vorzusehen die Räume für die Dampfheizung, für das Brennmaterial, ein Raum für die Kochschule und außerdem ein Brausebad. Ferner war eine von den Lehrsälen vollständig getrennte Hausmeisterwohnung verlangt und die "Schüleraborte" (Schülertoiletten) sollten getrennt vom Schulgebäude errichtet werden und mittels eines gedeckten Gangs mit diesem verbunden sein.

 

Für die damaligen Verhältnisse war dies ein großzügig, mit Weitblick geplantes Gebäude. Die Grundsteinlegung für das große Haus in der Pestalozzistraße erfolgte am 15. Oktober 1911 in einer würdigen Feier. Die auf Pergament geschriebene Gründungsurkunde wurde unter dem linken Pfeiler des Schulportals eingemauert. In der Gründungsurkunde wurde unter anderem vermerkt, dass Eisenberg im Jahr 1910 neun Schulabteilungen mit insgesamt 580 Schülern besaß und die Gemeinde Eisenberg 3.236 Einwohner zählte. Am 3. Januar 1913 begann der Einzug in das neue Schulhaus. Es ist anzunehmen, dass keine Einweihungsfeier stattfand, denn es gibt darüber keinerlei Aufzeichnungen. Die Kosten für das Schulhaus betrugen 210.000,--- Mark. Die Badeeinrichtungen in der neuen Schule bestanden entgegen dem Bauprogramm nicht nur aus Brausebädern, sondern es waren auch Kabinen mit Wannenbädern eingerichtet worden. Weil es keine sonstigen öffentlichen Badeeinrichtungen für die Hygiene der Ortsbewohner gab, diente dieser Bereich der Öffentlichkeit als "Volksbad". Die Benutzung war für Frauen und Männer genau geregelt. Es gab eine Gebührenordnung: Ein Wannenbad kostete 30 Pfennig, ein Brausebad 15 Pfennig.

 

Der erste und der zweite Weltkrieg unterbrachen den Schulbetrieb, das Schulhaus wurde zwischenzeitlich anderweitig genutzt und musste danach einer gründlichen Renovierung unterzogen werden. Für den Sportunterricht standen der Pestalozzischule nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zwei Turnhallen zur Verfügung. Es waren dies die Turnhalle in der Würzgasse (das heutige Bürgerhaus) und die Jahnturnhalle in der Friedrich-Ebert-Straße. Heute besteht für die Grundschule nur noch die Möglichkeit, in der Jahnturnhalle Sport zu treiben. Dies bedingt, dass die Grundschule neben dieser Halle dringend eine Gymnastikhalle für die ersten und zweiten Klassen benötigt.

 

(aus der Festschrift, 1995)

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